Hybride Events sind kein Kompromiss – sie sind ein eigenes Format. Und sie verlangen nach einer Regie, die beide Welten denkt: Bühne und Bildschirm, Echtzeit und Online-Delay, Stimmung im Saal und Reaktion im Chat.

Wussten Sie, dass laut Studien bis zu 70 % der Teilnehmenden bei hybriden Events aktiv eingebunden werden können – wenn man sie dramaturgisch mitdenkt?

In diesem Beitrag zeige ich, wie Regie für hybride Veranstaltungen funktioniert – so, dass beide Zielgruppen mehr bekommen als nur "Zuschauen".


Hybride Regie beginnt mit dem richtigen Setup

Technik ist kein Selbstzweck – aber sie ist das Fundament. Ohne gutes Bild, klaren Ton und stabile Verbindung wird aus Regie nur Schadensbegrenzung.

Das technische Grundgerüst:

  • Audio & Video: Hochwertige Mikrofone und Kameras für Präsenz- und Online-Erlebnis.

  • Streaming-Tools: Passende Plattformen, abgestimmt auf Zielgruppe und Interaktion.

  • Internetverbindung: Kein Livestream ohne stabile Leitung – doppelt abgesichert.

Interaktion statt Übertragung:

  • Q&A, Umfragen, Voting: Online-Teilnehmende sind kein Anhang – sie sind Publikum.

  • Live-Feedback: Tools nutzen, um Stimmungen und Reaktionen direkt einzufangen.

  • Gleichzeitigkeit herstellen: Präsenz und Stream dramaturgisch aufeinander abstimmen.

Regie bedeutet: beide Realitäten als eine Inszenierung denken.


Planung: ohne Ablauf kein Erlebnis

Regie beginnt nicht am Veranstaltungstag. Sie beginnt mit Fragen: Was will ich erzählen? Wie soll es sich anfühlen – vor Ort und online?

Der Ablaufplan ist die Partitur:

  • Zeitstruktur: Für Präsenz und Online definieren – und aufeinander abstimmen.

  • Teamrollen: Wer führt? Wer steuert? Wer reagiert, wenn's nicht läuft?

  • Technikdramaturgie: Wann kommt was – und wie wirkt es für beide Welten?

Tools mit Sinn einsetzen:

  • Keine Plattform um der Plattform willen.

  • Wählen, was passt – technisch, menschlich, emotional.

Testläufe sind Pflicht, keine Kür:

  • Technikprobe mit allen Beteiligten – auch remote.

  • Interaktionsfeatures testen – mit echten Reaktionen.

Gute Planung schafft Spielraum – für Regie, die nicht nur verwaltet, sondern gestaltet.


Emotionen in zwei Richtungen senden

Die größte Herausforderung: Emotionen zu erzeugen, die sowohl im Raum als auch über den Stream spürbar sind.

Was verbindet beide Zielgruppen?

  • Storytelling: Inhalte so erzählen, dass sie berühren – auf allen Kanälen.

  • Visuals: Grafiken, Videos, Licht – gezielt eingesetzt.

  • Interaktive Momente: Gemeinsame Aktionen, Umfragen, Chats, Live-Calls.

Online-Teilnehmende einbinden:

  • Nicht nur zuschauen lassen.

  • Live-Chats, Breakouts, digitale Icebreaker – mitdenken und anleiten.

  • Moderation für beide Seiten: Präsenz- und Onlinemoderation verzahnen.

Emotion entsteht, wenn Beteiligung echt ist – auch durch den Bildschirm hindurch.


Regie = Teamleistung

Gute hybride Regie ist kein Solo – sie ist orchestrierte Zusammenarbeit.

Wer gehört dazu?

  • Regie: Führt inhaltlich, emotional, technisch.

  • Technikteam: Ton, Bild, Stream – in Echtzeit steuerbar.

  • Content: Präsentationen, Clips, Medien live steuern.

  • Moderation: Präsenz und Online verbinden.

Kommunikation ist alles:

  • Briefings: Klare Ziele und Abläufe kommunizieren.

  • Live-Kommunikation: Funk, Chat, Signal – für schnelle Entscheidungen.

  • Verlässlichkeit: Jede:r weiß, was wann passieren soll – und was nicht passieren darf.

Regie ist, wenn alle wissen, wann es zählt.


Live: Wenn's drauf ankommt

Hybride Events sind Live-Inszenierungen mit zwei Bühnen. Das heißt: doppelte Verantwortung, aber auch doppelte Chance.

Typische Herausforderungen:

  • Technikausfall → Plan B: Backup-Systeme & Soforthilfe

  • Interaktion bleibt aus → Plan C: Spontane Umfragen oder Live-Fragen

  • Zeitverzug → Prioritäten neu setzen, Pausen einkalkulieren

Regie entscheidet in Sekunden – auf Augenhöhe mit Bühne und Bildschirm.


Nachbereitung: Was hängen bleibt, entscheidet sich danach

Auch die beste hybride Regie wird besser – durch Feedback und Reflexion.

Was gehört zur Nachbereitung?

  • Technik-Evaluation: Was lief stabil? Wo gab's Hänger?

  • Team-Debriefing: Was hat uns geholfen? Was war zu viel?

  • Teilnehmerfeedback: Vor Ort und online getrennt auswerten.

Tools dafür:

  • Umfragen (SurveyMonkey, Typeform)

  • Teamgespräche mit Protokoll

  • Checklisten fürs nächste Mal

Wer hybride Events regiert, muss auch hybride Auswertung denken.


Fazit: Hybride Regie ist kein Techniktalent – sondern Führungsqualität

Die Regie für hybride Veranstaltungen entscheidet, ob zwei Welten zu einem Erlebnis werden. Sie muss Technik beherrschen, Inhalte führen, Teams koordinieren und Emotionen transportieren.

Was erfolgreiche hybride Regie braucht:

  • Technische Sicherheit – mit Plan B

  • Dramaturgisches Denken – für zwei Zielgruppen

  • Klare Kommunikation – im Team & mit dem Publikum

  • Flexibilität – wenn live alles anders kommt

  • Lust auf Wirkung – egal auf welchem Kanal

Ich begleite Unternehmen als Regisseurin und Ablaufprofi – für Events, die live UND digital begeistern.


FAQ: Regie für hybride Veranstaltungen

Was ist eine hybride Veranstaltung? Ein Event mit Teilnehmenden vor Ort und online – gleichzeitig, vernetzt und interaktiv.

Was macht die Regie bei hybriden Events? Sie koordiniert den Ablauf, die Technik, die Inhalte und die Interaktion – für beide Zielgruppen.

Wie erreiche ich auch online echte Emotionen? Durch bewusst eingesetztes Storytelling, Licht, Musik, Moderation und Interaktion.

Welche Tools brauche ich? Die, die zu deinem Event passen – nicht die mit den meisten Funktionen.

Was hilft, wenn etwas schiefläuft? Ein erfahrenes Team, ein klarer Backup-Plan – und Ruhe im Kopf.

Adresse

Daniel Harth – EventProducing
Klingenholzstraße 8
97532 Üchtelhausen

Telefon

+49156 – 78518259

Mail

info@danielharth.de
www.danielharth.de